Natur und Vogelschutzverein Gontenschwil

Post Konto Nr. 50-13157-4

Mail: nvgontenschwil@outlook.com

Lokale Sektion des Birdlife Aargau

Unsere Schutzgebiete

Krebsweiher
Buholzweiher
Mösli
Laichgebiet in der Ribi
Wyna im Winter
Nussbaumegg
Kleintierhotel Nussbaumegg
Endmoräne beim Wehr
Hecke beim Buholz
Temporäres Gewässer
Blumenwiese im Mösli
Karde in Ruderalfläche
Feuchtgebiet im Mättenfeld
Feuchtgebiet im Mättenfeld
Steiniggrube
Steiniggrube neuer Weiher
Naturperlen in Gontenschwil

Der NVG pflegt und betreut einige sehr wertvolle Gebiete.

Krebsweiher

Die Krebsweiher liegen in der Nähe der Kläranlage. Sie sind ein wichtiges Laichgebiet und beherbergen verschiedene Amphibien wie Grasfrösche, Bergmolche und Erdkröten. Die Weiher wurden 2016 umfassend saniert.  Laichgewässer benötigen Sonne und Wärme, um sich früh erwärmen zu können. Dies bedeutet, dass Bäume und Sträucher regelmässig zurückgeschnitten und ausgelichtet werden müssen. Die Ufer werden vom NVG regelmässig im Herbst gemäht, Asthaufen aufgeschichtet und Nistkästen gepflegt.

Krebsweiher

Die Krebsweiher liegen in der Nähe der Kläranlage nahe der Wyna. Sie sind ein wichtiges Laichgebiet und beherbergen verschiedene Amphibien wie Grasfrösche, Bergmolche und Erdkröten. Die Weiher wurden 2016 umfassend saniert. Laichgewässer benötigen Sonne und Wärme, um sich früh im Jahr erwärmen zu können. Dies bedeutet, dass Bäume und Sträucher regelmässig zurückgeschnitten und ausgelichtet werden müssen.

Regelmässige Aufgaben NVG: Die Ufer werden etappenweise im Herbst gemäht, Asthaufen aufgeschichtet und Nistkästen gepflegt. Alle 2-3 Jahre muss der Bewuchs der Weiher reduziert werden.

Müliegg

Bei der Müliegg handelt es sich um die Endmoräne des Reussgletschers aus der Würmeiszeit. Sie befindet sich am Ende des Gontenschwiler Moos. Die Humusschicht auf dem steinigen Geschiebe ist sehr dünn. Durch die sonnenexponierte Lage konnte sich hier eine einmalige Fauna und Flora entwickeln. Die bunte Magerwiese beherbergt sehr seltene Pflanzen wie z.B. die gefleckte Flockenblume (centaurea stoebe) oder das kleine Mauerblümchen (draba muralis). Auch Eidechsen und Blindschleichen fühlen sich sehr wohl. Ähnliche Standorte und entsprechend wertvolle Magerwiesen finden sich auch an den Seitenmoränen, die das Moos vom Dorf Gontenschwil trennen.

 

Jährliche Aufgaben NVG: Der Kanton Aargau betreute den NVG mit der jährlichen Pflege der Naturschutzzone Müliegg. Im Spätherbst wird diese in Handarbeit gemäht und das Schnittgut abgeführt. Durch diese Massnahme wird die Magerwiese langfristig erhalten. Weide oder Düngung würden die Blumenpracht innert kürzester Zeit vernichten.

Laichgebiet in der Ribi

Die Ribi liegt links der Verbindungsstrasse nach Rickenbach ausgangs Dorf. Das ehemalige Wasserwehr ist heute das grösste Laichgebiet für den Grasfrosch und andere Amphibien in Gontenschwil. 2017 wurden die Laichgewässer ausgebaggert. Im Frühjahr 2018 wurden Kleinstrukturen für das Mauswiesel und den Iltis. Im Laufe des Sommers soll die Wiese mit einer Staudenflur bereichert werden.

Jährliche Aufgaben NVG: Im Frühjahr muss der Zufluss zu den Weihern gereinigt werden, sodass die Weiher ausreichend Wasser führen. Gleichzeitig werden Hecken und Bäume gestutzt, sodass genügend Licht auf die Weiher fällt. Während der Hauptwanderzeit stellt der NVG bei Bedarf Froschzäune auf.

Buholzweiher

Das Buholz ist eine Naturschutzzone im Wald. Der Ort mit Weiher, NVG-Waldhütte, Feuerstelle und Sitzgelegenheiten wurde 2006 anlässlich der Gewerbeausstellung zum Wohlfühlort von Gontenschwil erkoren. Der schattige Waldweiher und -bach beherbergt vor allem Feuersalamander und Bergmolche. Feuchte bzw. vernässte Waldgebiete sind für die Biodiversität sehr wertvoll und werden heute teilweise wieder renaturiert.

Jährliche Aufgaben NVG: Holzen, Hütte und Feuerstelle reparieren und unterhalten, Brunnen und Zuleitungen putzen, Weiher und Bach pflegen.

Mösli

Beim Mösli handelt es sich um eine Naturschutzzone im Kulturland. Dieser Bereich der Seitenmoräne ist noch sehr ursprünglich mit kleinen Geländekammern, vernässten Gebieten, Hecken, Hochstammbäumen und offenen Gewässern (Weiher, Bach). Landwirtschaftlich wird das Gebiet vorwiegend für die Futtergewinnung (Heuwiesen) und als Weiden genutzt. Einige Stellen beherbergen schöne Mager- bzw. Feuchtwiesenbestände. Bis vor wenigen Jahren nutzte das Braunkehlchen (Bodenbrüter) dieses Gelände für seine Aufzucht. Auch heute machen viele Zugvögel in diesem Gebiet Rast. Die Goldammer brütet wieder in den Himbeerbeständen. Wildhasen, Füchse und Dachse können regelmässig beobachtet werden. Eine Quervernetzung zur Wyna wäre wünschenswert und äusserst wertvoll.

Jährliche Aufgaben NVG: etappenweise Pflege der Hecken und Heckenrand-flächen, Nistkastenunterhalt

Wyna

Die Wyna, das Moos und die angrenzenden Hügel gehören gemäss kantonalem Richtplan zu den Landschaften von kantonaler Bedeutung. Mit der Renaturierung der Wyna anlässlich der Hochwasserschutzmassnahmen wurde dies zumindest teilweise mitberücksichtigt. Die Wyna und ihre heckengesäumten Ufer sind heute ein wichtiges und dringend notwendiges Naturschutzgebiet im landwirtschaftlich intensiv genutzten Moos. Eine Quervernetzung zur Seitenmoräne konnte ebenfalls realisiert werden. Es wäre wünschenswert, wenn diese wertvollen und kostengünstigen Massnahmen noch an anderen Stellen projektiert werden könnten. Der Unterhalt der Naturschutzgebiete und Uferschutzstreifen obliegt dem Kanton. Entsprechende Nutzungsvereinbarungen mit Landwirten wurden ausgearbeitet.

Jährliche Aufgaben NVG: Der NVG kümmert sich um die Nistkästen, die Bänkli und er ist in stetem Austausch mit den Verantwortlichen des Kantons. Einzelne Aufgaben werden regelmässig an den NVG delegiert (Schutzzaun Naturschutzgebiet, Heckenpflanzungen, Neophytenaktionen etc.).

Amphibienlaichgebiet Mättenfeld (Salzlager)

Das Amphibienlaichgebiet im Mättenfeld wurde 2001 als Laichgebiet von nationaler Bedeutung eingestuft. Der NVG hat beim ehemaligen Salzlager schon vor Jahren Tümpel und Weiher in Eigenregie erstellt und unterhalten. Vor einigen Jahren wurde dieses Gebiet grossräumig renaturiert. Unterhalt und Pflege obliegen dem Kanton. Neben den Weihern wurden wertvolle temporäre Gewässer erstellt. Diese Biotope sollen regelmässig austrocknen. Damit kann man mehrjährige Fressfeinde wie Libellenlarven, Rückenschwimmer oder Gelbrandkäfer  aber auch den Bewuchs reduzieren, was den Amphibienlarven eine höhere Überlebenschance bietet. Insbesondere Kreuzkröten bevorzugen solche freien Wasserflächen.

Jährliche Aufgaben NVG: Unsere Aufgabe beschränkt sich auf Kontrollgänge und bei Bedarf Kontaktaufnahme mit den zuständigen Behörden sowie Mithilfe bei der Neophytenbekämpfung.

Weiher Klinik Hasel

Seit 2015 betreut der NVG im Auftrag der Klinik im Hasel den Folienweiher beim Hasel. Mit einer sanften und naturnahen Pflege soll hier ein wertvoller Lebensraum für Amphibien und Vögel erhalten bleiben. Auch Wanderer schätzen den idyllischen Ort für eine Pause.

Jährliche Aufgaben NVG: 3 Arbeitseinsätze pro Jahr werden eingeplant. Dabei werden die Ufer gemäht, die Büsche gestutzt, Kleinstrukturen angelegt und Nistkästen betreut.

Nussbaumegg

Die Nussbaumegg ist in Privatbesitz. 2015 konnte der NVG die Besitzer überzeugen, dass sich eine Aufwertung dieses schönen und kulturgeschichtlich interessanten Gebietes lohnt. Ein Aktionstag vermochte rund 30 Personen zu mobilisieren. Erstellt wurden diverse Kleinstrukturen wie z.B. das gut sichtbare Kleintierhotel. Weiter wurden 3 Nussbäume zur Ergänzung des alten Baumbestandes gepflanzt. Die Hartriegelhecke wurde durch verschiedene Blüten- und Beerenheckenpflanzen aufgewertet. Die Magerwiese wird durch den Besitzer  extensiv bewirtschaftet und nur spärlich beweidet. Dadurch hat sich eine grosse Artenvielfalt erhalten. Sehr wertvoll sind aber auch die vielen alten Bäume mit ihren abgestorbenen Ästen und Höhlen. In ihnen lassen sich unter anderem regelmässig diverse Spechtarten und Baumläufer beobachten.

Steiniggrube, Renaturierungsprojekte Einzonung Mättenfeld

Im Mättenfeld wurde 2013 die Industriezone erweitert. Der Natur- und Vogelschutzverein erklärte sich einverstanden unter der Bedingung, dass zwei Naturschutzprojekte in der Gemeinde realisiert werden. Als erstes Projekt schlug der NVG dem Gemeinderat eine Aufwertung und Renaturierung der Steiniggrube vor.

 

Die Realisierung des Projektes ist weit fortgeschritten. In einem ersten Schritt wurde im Sommer 2017 der Wald gerodet. Im März 2018 pflanzte der NVG am Grubenrand eine artenreiche Hecke. Im Grund der Grube sind Feuchtstandorte, ein Weiher, versenkte Steinhaufen, Altolzinseln diverse Kleinstrukturen entstanden. Die Einsaat einer standortgerechten Ruderalflora steht kurz bevor.

Von diesen Aufwertungsmassnahmen werden Amphibien, Reptilien, Vögel, Schmetterlinge und viele Insekten profitieren. Die Entwicklung dieses Gebietes wird uns spannende Naturbeobachtungen ermöglichen.

Das zweite  Natur-Projekt ist in Ausarbeitung und sollte 2019 realisiert werden.

Details zu den Gemeinderatsbeschlüssen finden Sie im GR- Protokoll vom 8.4.2013.