• Laura Hufschmid

Fauler Mai - Chance für Leben im Garten


Endlich ist es wieder warm und sonnig, da kommt die Lust auf, ein bisschen im Garten zu verweilen. Doch damit das süsse Nichtstun im Garten am meisten Spass macht, müssen auch viele Arbeiten erledigt werden: Bäume und Hecken schneiden oder den Rasen mähen. Muss das wirklich sein?


Wir empfehlen, einfach mal nichts zu tun und direkt zum Faulenzen überzugehen!

Ein kurz geschorener Rasen finden zwar viele Menschen einen schönen Anblick, er bringt der Tierwelt aber wenig. Gerade Insekten sind auf üppige Wiesen mit Wildkräutern und -blumen angewiesen, um dort zu nisten und Futter zu finden. Wenn der Rasen im Mai nicht geschnitten wird, werden viele Insektenarten wie Bienen und Schmetterlinge unterstützt und können sich vermehren.

Ebenso können sich Pflanzen verbreiten, die für Insekten einen hohen ökologischen Wert haben, zum Beispiel Gänseblümchen, Klee, Löwenzahn, kriechender Günsel und Schlüssel-blumen. Lass die Wildkräuter einfach stehen. Es muss ja nicht der gesamte Garten wild wuchern, eine «wilde Ecke» hilft den Insekten schon. Oder mähe anstatt den gesamten Rasen nur kleine Wege oder lass Inseln stehen, damit sich die Insekten dorthin zurückziehen können.

Eine weitere Idee: den Rasen in mehreren Höhen wachsen lassen. Das mögen Schmetterlinge, die sehr temperaturabhängig sind und je nach Grashöhe den Standort wählen.


Und bedenke auch: einige Gartenarbeiten sind sowieso nur zu bestimmten Zeiten erlaubt, zum Beispiel aus Lärmschutz-Gründen oder weil sie sonst Tiere gefährden würden. Im Moment brüten viele Vögel in Büschen und Bäumen, daher sollten Schnitte auf den Herbst verschoben werden. Faulenzen lohnt sich also auch aus diesem Grund: Hinsetzen, Vogelstimmen lauschen, Nester entdecken, Grillen wahrnehmen, der Biene beim Sammeln von Pollen zusehen: sie werden jeden Tag mehr zum Entdecker Ihres Gartens!


Senden Sie uns Ihre Bilder vom Blumenrasen! Wir freuen uns auf lebendige Gärten.


Jeder Garten kann Lebensraum sein - egal, wie gross oder klein er ist.


Bilder: J. Züsli

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