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Vielfalt dank NATUR FINDET STADT

Die Gemeinde Gontenschwil nimmt am Biodiversitätsprojekt NATUR FINDET STADT teil. Der NVG leitet das Projekt. 2021 wurde die Schulhausumgebung aufgewertet und ein Kleinstrukturenlehrpfad erstellt. 2022 profitierten 22 Garten- und Balkonbesitzer von einer Gratis-Gartenberatung durch unsere Naturgartenfachfrau Ruth Brechbühl. Wir haben unterdessen einige der Teilnehmer besucht und uns ihre Umsetzungen vorstellen lassen. Lassen Sie sich inspirieren von der Vielfalt und der Kreativität in Gontenschwil:


In diversen Gärten wurden Trockenmauern, offene Steinböschungen, Lesesteinhaufen und Ruderalflächen angelegt. Bild 2, 3 & 4: Eine alte Bohlensteinrabatte wurde durch eine Ruderalfläche ersetzt. Folie und Bohlensteine wurden entfernt und das Saatbeet mit Wandkies angelegt. Bild 5: Kleine Ruderalfläche. Man kann warten, welche Pflanzen sich automatisch einstellen oder etwas Ruderalsamen ausstreuen (erhältlich in Landi, UFA) Bild 6: Anstelle einer Stützmauer wurde eine Böschung angelegt und mit grossen Steinen ergänzt. Entstanden sind kleine Pflanzflächen für konkurrenzschwache Blumen sowie Hohlräume für Tiere und Insekten.

Unsere NVG-Igelburg wurde mehrfach kopiert. Aber auch grosse und kleine Asthaufen sowie Benjeshecken sind entstanden. Im grossen Asthaufen (Bild 2) konnten bereits Wiesel beobachtet werden.

In einigen Gärten haben die Besitzer den Rasen in eine Blumenwiese umgewandelt. Blumenwiesen und Blumenrasen benötigen Geduld und korrektes Vorgehen bei der Anlage. Wer weniger Geduld hat, kommt mit Wildstaudenrabatten (z.B. von Labhart, www.blumenmeile.ch) schnell zu blühenden und unterhaltsarmen Flächen. Ein schönes Beispiel findet ihr beim Kleinstrukturenlehrpfad. Eine Familie hat einen Versuch mit einer Buntbrache gewagt. Auch hier ist die Bodenvorbereitung entscheidend für den Erfolg. Sobald eine Buntbrache einmal angewachsen ist, gibt sie für 6 Jahre keine Arbeit und bis 23 Blumen gedeihen darauf. Allerdings muss der Gartenbesitzer mit dieser wilden Pracht umgehen können (Beispielbild 7 von UFA).

Wasserelemente im Garten sind wertvoll. Unsere Umsetzungsbeispiele zeigen, dass es nicht immer ein Weiher zu sein braucht. Auch Vogeltränken oder Brunnen werden von Tieren genutzt. Wenn man sich für eine moderne Form (Bild 1, 3 & 4) entscheidet, ist es wichtig, für sichere Ausstiegshilfen zu sorgen. Denn schon ein senkrechter Rand von einigen Zentimetern ist für Insekten oder gar Igel unüberwindbar. Ein hübsches Beispiel für eine Ausstiegshilfe zeigt das Bild 3. Das Wasser in Vogeltränken (Bild 5) muss regelmässig ausgewechselt werden um Mückenplagen und Krankheiten vorzubeugen.

In neuen Weihern macht die Algenbildung oft Probleme. Schwimmende Pflanzinseln (Bild 6) helfen, dem Weiher Nährstoffe zu entziehen und das Wasser zu beschatten.

In den meisten Gärten wurden Nisthilfen erstellt - sowohl für Vögel als auch für Wildbienen. Entstanden sind praktische aber auch kunstvolle Objekte. Bild 6 zeigt eine Sandlinse, die von Wildbienen rege benutzt wird.

In vielen Gärten haben einheimische Pflanzen ihren Platz gefunden. Eine einheimische Hecke anstelle von Thuja oder Kirschlorbeer sorgt für Sichtschutz und Lebensraum. Ein Faulbaum lockt den Zitronenfalter an. Die imposante Eselsdistel zieht mehr Schmetterlinge, Hummeln und Bienen an, als der invasive Sommerflieder. Schöne Gartenbilder kann man auch mit einheimischen Pflanzen gestalten wie die Wildrose hinter der Blumenrabatte zeigt.

Wir danken allen Teilnehmern von NFS für ihr Engagement. Teilen Sie ihre Freude und laden Sie ihre Nachbarn zum Nachahmen ein. Wir haben noch Gratis-Gartenberatungen zu vergeben. Melden Sie sich unter nvgontenschwil@outlook.com oder naturfindetstadt.ch




























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